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In diesem Jahr gibt’s für unsere Kunden Wasser statt Wein

Alle Jahre wieder geraten wir Konsumenten vor Weihnachten in einen Rausch. Zum regulären Geschenke-Shopping kommt seit einigen Jahren die Schnäppchen-Jagd des „Black Friday“ hinzu. Am Freitag nach Thanksgiving ist es soweit.

Haben Sie eventuell nicht auf dem Schirm, wann genau Thanksgiving ist? Tja, das könnte daran liegen, dass wir diesen Feiertag hierzulande gar nicht feiern. Denn im Herbst 1621 landeten keine Pilgerväter an der Ost- oder Nordseeküste, um mit den Natives (das wären bei uns wohl die Ost- oder Nordfriesen gewesen) den Truthahnbraten zu teilen.

Trotzdem kommen wir seit 2006 in den Genuss des „Black Fridays“. Wenn es Rabatte regnet, fällt das halt auch bei uns auf fruchtbaren Boden. Erntedankeschön! Und vorher gibt es noch Warm-up- oder Countdown-Deals, damit unsere Finger nicht untrainiert in den Freitag starten. Sie laufen ja auch nicht unaufgewärmt einen Marathon, oder? Und weil es der Sonderangebote nie genug geben kann, beschränken viele Händler sich nicht auf einen Tag, sondern rufen eine „Black Week“ aus.

15 Tage Black Friday Woche vor dem Cyber Monday Weekend

Die „Black Friday Woche“ von Amazon läuft bereits, dauert lustigerweise nicht 7 sondern 15 Tage und mündet im „Cyber Monday Weekend“. Es wird zehntausende „Blitzangebote“ im 5-Minuten-Takt zu ergattern geben. Wenn Sie an dieser Stelle meines Blogposts angekommen sind, haben Sie beim Lesen also schon mindestens drei supergünstige Tablets oder dramatisch reduzierte Bohrmaschinen verpasst.

Aber nicht verzagen, es gibt ja noch den „Cyber-Monday“ am 2.12. – für Elektronik-Schnäppchen. Und wer Single ist oder seinen Beziehungsstatus nicht so eng definiert, konnte sich mit dem Tablet auch schon am 11.11., dem „Single’s Day“, belohnen. Dieser Fantasiefeiertag stammt aus den 90ern und aus China – und ist inzwischen der umsatzstärkste Onlineshopping-Tag der Welt.

Schwirrt Ihnen jetzt der Kopf? Oder verursacht dieser Trend sogar Übelkeit? Mir auf jeden Fall! Bei dem ganzen Rabatt-Geratter und den Blitzangebots-Salven vergeht mir fast die Freude am Schenken.

Wir machen nicht mit

Meine Frau und ich schenken uns an Weihnachten daher seit einigen Jahren nur noch eine symbolische Kleinigkeit, die nicht mehr als zwanzig Euro kosten darf. Das ist für viele Menschen immer noch eine große Summe. Die meisten Deutschen geben allerdings das Doppelte oder sogar ein Vielfaches davon für Geschenke an den Partner aus. Und es wird von Jahr zu Jahr mehr. Wahnsinn!

Infografik: Wen die Deutschen Weihnachten am teuersten beschenken | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

 

Enden will ich aber versöhnlicher. Mit guten Nachrichten: Auch die durchschnittliche Spende pro Kopf steigt jedes Jahr. GfK und Deutscher Spendenrat haben für 2018 einen Betrag von 38 Euro je Spende ermittelt. So hoch war er noch nie – seit Beginn der Messung.

Wasser statt Wein

Diesem Trend will ich mich gerne anschließen. Zu Weihnachten 2019 werde ich daher den Kundinnen und Kunden meiner Druckerei nur unseren hausgemachten Wandkalender schicken. Die traditionelle Flasche Wein mache ich zu Wasser: Ich spende das Geld an die Neven Subotic-Stiftung. Damit schließe ich mich meinem jüngsten Kunden an, dem 14-jährigen Jason von Juterczenka, der sein Klima-Buch „(T)RAUMSCHIFF ERDE“ bei uns hat drucken lassen. Er spendet seine Erlöse, hat sein Buch hauptsächlich geschrieben, um Geld für die Stiftung zu sammeln (kann man in unserem Interview mit Jason nachlesen). Die Stiftung baut Brunnen und hygienische Toiletten in äthiopischen Schulen, damit die Kinder dort zur Schule gehen können.

Lokays Spendenaktionsseite

Wir haben für unsere Spende eine Aktionsseite eingerichtet. Falls sich jemand von Ihnen spontan mit einer Spende anschließen will, würde uns das gewaltig freuen. Als Dankeschön schicken wir jedem Spender ein Buch von Jason*. Die erste Auflage ist eigentlich schon vergriffen, aber wir konnten uns noch eine kleine Menge sichern.

Eine schöne Vorweihnachtszeit wünscht

Ralf Lokay

*Solange unser Vorrat reicht!

„Wer Angst vor Veränderung hat, muss beim Klimaschutz ganz vorne stehen!“

Jason von Juterczenka ist Forscher, Autor, Blogger und Podcaster. Er ist der bisher jüngste Grimme Online-Preisträger und irgendwann, wenn alles so kommt, wie er sich das vorstellt, auch Physik-Nobelpreisträger. Er ist 14 Jahre alt und Asperger-Autist. Jason denkt logisch und er schätzt Regeln.

Dass er mit seinem aktuellen Buch „(T)RAUMSCHIFF ERDE“ eine Verhaltenswende einläuten will, mit konkreten Handlungsempfehlungen, um die Welt vor den Folgen des Klimawandels zu retten, ist also keinesfalls der Größenwahn eines Teenagers. Es ist seine logische Maßnahme gegen die Ignoranz und Untätigkeit, mit der die Menschheit in die Katastrophe steuert.

Jason, seit 2016 machst du mit deinem Vater den Podcast „Wir Wochenendrebellen“. Anfangs ging es viel um Wissenschaft, euer Fußballfan-Projekt, um euer Familienleben. Wie kamst du zum Klimaschutz?

Ich habe mich schon als kleines Kind wegen der Prognosen gesorgt. Aber mit vier oder fünf Jahren dringt man ja nicht wirklich zu anderen durch. Ich habe es nicht geschafft, das Handeln entsprechend der Prognosen strikt genug auszurichten. Dann haben wir vor etwa zwei Jahren unsere Familienvereinbarung ins Leben gerufen. Das ist unser familieninternes Regel- und Gesetzeswerk. Mit diesem Instrument konnte ich auf einmal Einfluss nehmen.

Ein Instrument, um das Familienhandeln zu beeinflussen? Viele klimabewegte Jugendliche, die sich an ihren Eltern abarbeiten, würden jetzt sicher gerne wissen, wie das funktioniert!

Kern ist die Familiensitzung einmal im Monat. Dort verhandeln wir alles, was unser gemeinsames Leben betrifft. Jeder hat eine Stimme – und wenn ein Gesetz drei von vier Stimmen erhält, wird es in die Familienvereinbarung aufgenommen.

Wenn man eurem Podcast hört, bekommt man den Eindruck, dass du ein sehr strenger Sohn bist. Deine Eltern stöhnen oft über die Regeln, die du ihnen in Sachen Umweltschutz auferlegst. Aber sie versuchen merklich, sich zu entwickeln. Was sind deine größten „Erziehungserfolge“?

Dass meine Eltern einer Regulierung des Fleischkonsums zugestimmt haben. Auf derzeit zwei Tage pro Woche. Also noch mit Luft nach unten. Wir haben uns verpflichtet, bis 2025 als Familie die Klimaneutralität zu erreichen. Außerdem gibt es das Fahrverbot nach Kassel – in die nächstgrößere Stadt. Dahin fahren wir jetzt nicht mehr mit dem Auto sondern mit den Öffentlichen. Und es gibt eine KFZ-Steuer pro gefahrenem Kilometer...

Wo wir gerade über Geld reden: Du sammelst mit deinem Vater Spenden für ein Brunnen-Projekt der Neven Subotic-Stiftung. Erst nur ein paar hundert Euro, dann 10.000, dann ging die Summe rauf auf 25.000 Euro und jetzt strebst du die 50.000 an. Hast du darum dein Buch geschrieben? Um Geld für Brunnen zu verdienen?

Das war „Zweck eins“. Ich habe das halt auf einer Lesung in Mönchengladbach spontan versprochen, weil ich den Bedarf sah. Und nun muss ich mein Versprechen halten. Aber die zweite Motivation ist, eine ökologische Verhaltenswende einzuleiten. Das Thema Klimawandel ist kein Zufall. Es ist ein dringendes Anliegen.

Viele Menschen mögen aber keine Veränderungen. Schon gar nicht beim eigenen Verhalten. Sie möchten nicht verzichten und finden es anstrengend, jeden Schritt und jede Entscheidung unter Umweltaspekten abzuwägen. Sie glauben lieber, dass alles schon nicht so schlimm kommen werde. Denkst du, dass die dein Buch lesen?

Ich sag mal so: Menschen, die Angst vor Veränderung haben, müssten eigentlich diejenigen sein, die sich beim Kampf gegen den Klimawandel ganz noch vorne stellen. Dadurch werden nämlich die größten Veränderungen kommen. Doch Klimaleugner kann man nicht überzeugen, das werde ich auch mit meinem Buch nicht schaffen. Dafür aber Menschen, die nach fundierten Handlungsempfehlungen suchen...

In deinem Buch gibt es radikale Vorschläge.

Ja, die Forderungen aus meinem Buch mögen sich radikal anhören, wenn man sie zusammenfasst. Aber es sind die Mindestforderungen, die man für das Erreichen der Pariser Klimaziele braucht. Und diese Klimaziele würde ich auch nicht als radikal bezeichnen, sondern ebenfalls als Minimum, um die Erde langfristig für uns bewohnbar zu halten.

Also, welche nur vordergründig radikalen Mindestforderungen formulierst du so in deinem Buch?

Wenn ich die jetzt aufzähle, ohne vorher das Hintergrundwissen und den Kontext vermittelt zu haben, klingen sie sicher abschreckend. Es wäre gut, beispielsweise die Kipppunkte kennen, die irreversible Prozesse in Gang setzen. Um diese Kipppunkte zu vermeiden kommt man zum Beispiel um flächendeckende vegetarische Ernährung nicht herum. Oder um eine weitgehende Abschaffung des Individualverkehrs.

Du lässt dein Buch umweltfreundlich bei Lokay drucken. Warum hast du uns ausgewählt? Und warum produzierst du es überhaupt selbst, ohne Verlag?

Ich hätte eventuell sogar einem Verlag vertraut, wenn man mir echte Klimaneutralität zugesichert hätte. Aber die Verlage, mit denen ich verhandelt habe, haben mir ganz offen gesagt, dass sie das nicht leisten können. Ich wollte ein Papier, das ohne Kompensationszahlungen klimaneutral ist. Und dass nicht nur die Produktion ökologisch ist, sondern der ganze Betrieb. Heizen durch Rückwärme beispielsweise. Lokay hat meiner Recherche nach einen ganzheitlichen Ansatz beim Umweltschutz.

Du verlangst viel von anderen – wie streng bist du mit dir?

Ich gehe immer über das hinaus, was wir in der Familienvereinbarung festlegen. Denn die besteht aus Konsensbeschlüssen von vier Leuten. Der kleinste gemeinsame Nenner, wenn man so will. Ich kann mir selbst als Einzelperson mehr auferlegen. Ich bin Vegetarier, werde zum Jahreswechsel Veganer. Und ich fahre gar kein Auto mehr [als Beifahrer]. Ich bin noch unzufrieden, dass ich noch nicht komplett klimaneutral bin. Aber ich schaffe das deutlich vor 2025.

Stresst es dich nicht, dass bei einem klimafreundlichen Leben vor jedem Schritt eine Recherche steht?

Die Umsetzung ist zeitintensiver als die Recherche. Wenn ich zum Beispiel für die Strecke von 30 km vom Forschungszentrum nach Hause zwei Stunden brauche...

... oder statt zweieinhalb Stunden mit dem Auto zu unserer Druckerei ganze fünf Stunden mit Bus, Bahn und zu Fuß, wie man in deinem Vlog sehen kann.

Richtig. Das holt mich manchmal auf den Boden zurück, weil ich fürchte, dass sich das viele Menschen nicht zumuten wollen und wir es vielleicht deswegen nicht schaffen, die Welt für uns zu retten. Aber dann denke ich wieder, dass es den meisten Menschen viel schlechter geht und wir zu dem Bruchteil Privilegierter gehören, die sich so einen CO2-intensiven Lebensstil leisten.

Erlaubst du dir denn auch ab und zu mal eine kleine Klimasünde?

Klimaziele sind unverhandelbar. Die kann man nicht einfach übersehen. Und alles, was unterhalb dieser Ziele liegt, wird durch das Notwendige verbraucht. Da bleibt kein Raum, um die Ziele zu überschreiten.


So kommen Sie an Jasons Buch:
Jason von Juterczenkas Buch „(T)RAUMSCHIFF ERDE“ ist in der ersten Auflage bereits vergriffen. Aber wir schicken haben uns eine kleine Extra-Auflage gesichert und schicken jedem ein Exemplar, der bis zum 13.12.19 an die Neven Subotic-Stiftung spendet. Hinterlassen Sie uns dort einfach einen Kommentar und schicken Sie uns Ihre Postadresse an lokay@lokay.de.

Hier geht’s zur Spendenaktionsseite.

Broschüren, die Brunnen bauen

Wir stecken unsere Leidenschaft in jedes Produkt, das Sie, unsere Kundinnen und Kunden, zu uns bringen. Wir machen es so schick, so schön und so umweltfreundlich wie nur irgend möglich. Bei aller Bescheidenheit: Das können wir ziemlich gut.

Bis Ende des Jahres packen wir aber noch eine Schippe drauf! Da können Ihre Druckprojekte nicht nur Zielgruppen überzeugen, sondern weit mehr: Jedes einzelne Exemplar Ihrer Druckauflage wirkt sich auch ganz praktisch auf das Leben vieler Menschen aus. Wir spenden 10 Prozent vom Nettoerlös jedes Druckauftrags an die Neven Subtic-Stiftung, die damit Brunnen und Sanitäranlagen für Schulen in Äthiopien baut.

Wasser ist Lebensgrundlage – Bildung ist Existenzgrundlage

Das hat einen direkten Effekt auf das Bildungswesen: Kinder können den Unterricht besuchen und mit der Bildung Chancen auf eine bessere Zukunft erwerben.

Wenn Ihr Druckprojekt doppelt wirken soll, schicken mir Sie Ihre Druckanfrage bis Ende des Jahres mit dem Betreff „Brunnen bauen“!

Ihr Ralf Lokay

Jeder Euro ein Treffer!

Auch unsere Rubrik „Inside Lokay“ widmen wir der Neven Subotic Stiftung. In diesem Video bedankt sich der Profi-Fußballer (1. FC Union Berlin) und Stiftungsgründer Neven Subotic bei Jason von Juterczenka und seinem Vater.

In dem anrührenden Video zeigt Subotic, was er und sein Team mit dem Geld Tolles bewirken. Die Verwaltungskosten finanziert der sympathische Fußballstar übrigens privat – mit dem, was er sich auf dem Platz erdribbelt.

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