"Grünes Blatt"
Der nachhaltige Newsletter von Lokay
April 2026
Liebe Leserinnen und Leser des Grünen Blattes,
don't jugde a book by its cover? Das war einmal.
Verpackungen entscheiden längst über das Wohl und Wehe eines Produkts. Nicht nur bei Büchern.
Als Hobby-Winzer habe ich beispielsweise ein gutes Gefühl dafür, wie Rebe, Jahrgang und Anbau die Qualität eines Weins bestimmen. Und dennoch: Stehe ich im Biomarkt vor einem Regal mit fünf ähnlichen Weinen, greife ich zum schönsten Etikett.
So rutschen neue Produkte überhaupt in die engere Auswahl: Menschen geben ihnen eine Chance, wenn die Verpackung überzeugt. Dann wechseln sie sogar von vertrauten Marken.
Neue Umfrage zeigt, wann Kund*innen abspringen
Die Umfrage „European Consumer Packaging Perceptions Survey 2026“ des Verbands Pro Carton liefert die Gründe: 22 Prozent der Verbraucher*innen haben schon einmal eine Marke gewechselt, weil sie Vertrauen verloren haben. Weil die Verpackung beispielsweise unpraktisch, nicht recycelbar oder unnötig groß ist.
Die Sorge um unsere Umwelt wächst bei Verbraucher*innen – und Verpackungen werden zunehmend kritisch geprüft. Ergo: Ein Unternehmen kann gar nicht genug Sorgfalt in Design und Material stecken.
PPWR: Was ab August gilt - und was noch offen ist
Gerade ist ein guter Zeitpunkt, Verpackungen neu zu durchdenken. Die EU-Verpackungsverordnung PPWR greift ab dem 12. August 2026 und verursacht Aufruhr. Ich lade Sie zur Entspannung ein: Es gibt keinen Grund zur Panik. Für Papier- und Kartonverpackungen ist der Stichtag am 12. August 2026. gut zu meistern. Vieles, was die Verordnung langfristig anstrebt, wird erst in den nächsten Jahren konkretisiert. Was jetzt wirklich gilt und warum wir so gelassen sind, haben wir im Newsletter für Sie zusammengefasst.
Wenn Sie dazu Beratungsbedarf haben, melden Sie sich gern bei mir.
In dieser Ausgabe vom Grünen Blatt habe ich aber auch neue Karton-Lösungen für Sie, die wir getestet haben und die genau auf diese Anforderungen einzahlen.
Umweltfreundliche Grüße
Ihr Ralf Lokay
Neue nachhaltige Kartons im Praxistest
Spürnase Ralf Lokay hat sich in den letzten Monaten durch eine große Bandbreite an Kartons gearbeitet und vier ausgewählt, die wir im Packaging bisher noch nicht eingesetzt haben. Bevor wir sie in unser Sortiment und den neuen Musterfächer aufnehmen, haben wir sie einem Praxistest unterzogen.
Denn es zählt nicht nur, wie ein Karton aussieht – sondern ob er sich genauso gut verarbeiten lässt.
Worauf haben wir geachtet?
Test 1: Das Druckbild. Wie wirken Farben auf dem Material? Und wie stark saugt der Karton die Farbe auf? Getestet im Offset- und Digitaldruck, mit und ohne Sonderfarben.
Test 2: Die Veredelung. Wie sauber lässt sich der Karton rillen? Bleiben die Kanten glatt oder fransen sie aus? Und eignet sich das Material für Hochprägungen, ohne zu reißen?
Test 3: Das Ausschneiden. Wie gut lassen sich Formen plotten oder stanzen? Stanzen liefert oft sauberere Kanten, ist aber aufwendiger. Plotten ist flexibler und schneller. Entscheidend ist, ob das Material beides mitmacht.
Test 4: Das Konfektionieren. Wie gut lassen sich die Schachteln aufrichten, falzen und verkleben?
Vier Kartons haben wir strengstens geprüft. Und hier sind die Testergebnisse der ersten beiden neuen D.O.G.-Kartons (die nächsten beiden gibt's im Mai-Newsletter!) ...
D.O.G. SERIES 10 – ReUse Colour
Dieser Karton gefällt, ohne dass man sofort einordnen kann, warum. Die Oberfläche ist auf den ersten Blick ebenmäßig, zeigt aber im Licht ein feines Spiel zwischen Mattigkeit und Seidenglanz. Das lässt den Karton fast handgemacht erscheinen. Er wirkt lebendig, ohne die technische Gleichmäßigkeit vieler Standardkartons, doch ohne unruhig zu werden.
Prägungen gewinnen durch den lebendigen Untergrund an Kontrast.
Durch die farbigen Varianten bringt er zusätzlich visuelle Präsenz mit, auch ohne aufwendige Gestaltung. Gleichzeitig hat der D.O.G. Series 10 ReUse Colour eine hohe Festigkeit und damit Stabilität.
Geeignet für: Ausdrucksstarke Verpackungen, Taschen, Hangtags, Broschüren, Mappen, Mailings, Cover, Karten und mehr.
Muster gefällig?!
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D.O.G. SERIES 09 - Silphie Fiber
Der warme, natürliche Braunton und die stumpfe Oberfläche lassen keinen Zweifel daran, dass hier ein natürlicher Faserstoff im Einsatz ist. Ein besonders nachhaltiger noch dazu: Die Fasern stammen aus der gelbblühenden Silphie-Pflanze, die als nachwachsender Rohstoff eine ressourcenschonende und insektenfreundliche Alternative zu Holzzellstoff darstellt. Silphie wird "kaskadisch" genutzt: erst für Energie oder Biogas, danach werden die verbleibenden Fasern zu Papier verarbeitet.
Die Oberfläche fühlt sich trocken und griffig an. Die sichtbaren Fasern bleiben auch im Druck präsent. Gleichzeitig sorgt die hohe Opazität dafür, dass Motive gut zur Geltung kommen, ohne dass der Untergrund durchscheint. Gute Rill-, Falz- und Stanzeigenschaften ermöglichen eine saubere und verlässliche Weiterverarbeitung.
Geeignet für: Verpackungen von Bio-Produkten und Naturkosmetik. Auch für Anwendungen mit trockenen, nicht fettenden Lebensmitteln.
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PPWR: Was ab August wirklich auf Sie zukommt
Muss ich ab August irgendetwas ändern?
Wahrscheinlich nicht. Was ab August konkret verlangt wird, ist eine Konformitätserklärung zu zwei Punkten – und beide sind für Papier und Karton längst erfüllt:
- Schwermetalle: Die Grenzwerte für Blei, Cadmium, Quecksilber und sechswertiges Chrom sind seit 2017 im Verpackungsgesetz verankert. Nichts Neues also.
- PFAS: Bei Verpackungen mit Lebensmittelkontakt müssen Grenzwerte für Fluorverbindungen eingehalten werden. Auch das erfüllen schon lange alle unsere Materialien.
Und was ist mit Recyclingfähigkeit?
Ein großes Ziel der PPWR – aber konkrete Anforderungen gibt es dazu noch nicht. Die genaue Definition folgt voraussichtlich in den nächsten Jahren. Was wir schon heute sagen können: Unsere Verpackungen aus Papier und Karton sind bereits jetzt recyclingfähig. Und das ist kein Zufall: Papier und Karton sind im Vergleich zu anderen Materialien wie Kunststoff absolute Spitzenreiter beim Recycling – bei kaum einem anderen Material gibt es so hohe Recyclingquoten.
Was ist mit dem Verbot von Überverpackung und der erweiterten Herstellerverantwortung?
Beides sind wichtige Themen der PPWR – aber noch lange nicht spruchreif. Die Vorgaben zur Vermeidung von Überverpackung sollen voraussichtlich erst ab 2030 konkretisiert werden, die erweiterten Herstellerpflichten inklusive möglicher Gebührenänderungen ebenfalls erst in den kommenden Jahren.
Was können wir für Sie tun?
Gerne unterstützen wir bei der Erstellung von Konformitätserklärungen. Und wenn Sie darüber hinaus noch Fragen haben: Einfach melden, wir helfen gerne weiter!
D.O.G. Label als ÖkoBusiness Wien ausgezeichnet – wir waren dabei!
Wir haben einen besonderen Grund zur Freude: Unsere Schwesterfirma D.O.G. Label wurde in Wien als ÖkoBusiness ausgezeichnet – und natürlich haben wir uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen, persönlich zur Verleihung zu reisen und gemeinsam zu feiern. Herzlichen Glückwunsch!
Was steckt hinter ÖkoBusiness Wien?
ÖkoBusiness Wien ist ein Förderprogramm der Stadt Wien, das Unternehmen auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit begleitet. Der Prozess beginnt mit einem individuellen ÖkoBusiness-Check durch eine:n erfahrene:n Umweltberater:in. Gemeinsam werden Potenziale aufgedeckt, konkrete Maßnahmen definiert und deren Umsetzung begleitet.
Der entscheidende Gedanke dahinter: Was ein einzelner Betrieb bewegen kann, scheint vielleicht gering. Aber viele Unternehmen zusammen fallen durchaus ins Gewicht – und die Zahlen sprechen für sich. Alle teilnehmenden Betriebe haben seit 1998 gemeinsam 128.295 Tonnen Abfall eingespart. Das entspricht fast dem 300-fachen Gewicht des Wiener Riesenrads.
Was macht D.O.G. Label so nachhaltig?
Die Auszeichnung kommt nicht von ungefähr. D.O.G. Label setzt auf eine ganze Reihe von Maßnahmen, die ökologische Verantwortung mit unternehmerischer Innovationskraft verbinden:
- Eigene Photovoltaikanlage: Mit einer Jahresleistung von 165.000 kWh spart die Anlage jährlich rund 55 Tonnen CO₂ ein.
- Innovative „Papier statt Plastik"-Produkte: Dazu zählen etwa Stegetiketten aus Papier, die herkömmliche Etiketten aus Verbundmaterial ersetzen, sowie Versiegelungsetiketten (sog. Tamper-Evident) aus Papier.
- Eigenes Abfallwirtschaftssystem: Ein strukturiertes System zur Abfallvermeidung, das bereits messbare Einsparungen erzielt hat.
- Bienenvölker am Standort: Ein kleines, aber feines Zeichen für Artenvielfalt und ökologisches Bewusstsein direkt vor Ort.
Wir sind stolz auf unsere Schwesterfirma und freuen uns, Teil einer Unternehmensgruppe zu sein, die Nachhaltigkeit nicht nur kommuniziert, sondern lebt.
Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird teilweise lediglich die weibliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat allein redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.
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