"Grünes Blatt"
Der nachhaltige Newsletter von Lokay
September 2026
Liebe Leserinnen und Leser des Grünen Blattes,
mir ist der Klimawandel letztens auf der D.O.G.-Dachterrasse begegnet – in Form einer Gottesanbeterin. Zuerst war ich von dem ungewöhnlichen Anblick fasziniert. Bis sich ein unschöner Gedanke dazwischenschob: „Was hat die denn hier zu suchen?“
Die Gottesanbeterin liebt Wärme und war deshalb lange vor allem in warmen südlichen Regionen verbreitet. Inzwischen breitet sie sich immer weiter nach Norden aus. Unser Kunde NABU beobachtet diese Entwicklung seit Jahren – und die Zahlen dieses Sommers sind erschreckend: In nur acht Wochen wurden mehr als 26.000 Gottesanbeterinnen gemeldet, gut dreimal so viele wie im gesamten vergangenen Jahr. Der Klimawandel ist dabei ein entscheidender Faktor: Wo es früher zu kühl war, findet die Gottesanbeterin zunehmend passende Bedingungen.
Kurz darauf entdeckte eine Kollegin bei uns im Firmengarten eine zweite Gottesanbeterin. Natürlich sind zwei Tiere bei D.O.G. noch keine wissenschaftliche Erhebung. Aber sie machen eine Entwicklung anschaulich, über die wir sonst mit Temperaturwerten, Klimamodellen und Statistiken sprechen.
Da starrt einem der Klimawandel dann eben auf der Dachterrasse in die Augen.
Falls Ihnen in diesem Spätsommer ebenfalls eine Gottesanbeterin begegnet: Melden Sie Ihre Beobachtung gern mit Foto und Fundort im NABU-Meldeportal.
Ihr Ralf Lokay
PS: Darmstädter:innen aufgepasst! Wir verlosen Tickets für das WEITSICHT-Festival (30.10. bis 1.11.) mit Live-Reportagen über Reisen, Natur und Abenteuer. Plakate und Eintrittskarten drucken wir übrigens auf Recyclingpapier. Senden Sie einfach bis zum 04.10. eine Antwort-Mail an diesen Newsletter mit dem Betreffe "Weitsicht".
EmpCo: Neue CO₂-Kennzeichnung von natureOffice für Druckprodukte
Seit 27. September gelten mit der EmpCo-Richtlinie („Empowering Consumers for the Green Transition“) strengere Regeln für Umweltaussagen. Pauschale Begriffe wie „klimafreundlich“ werden stark eingeschränkt, produktbezogene Aussagen wie „klimaneutral“, die auf CO₂-Kompensation beruhen, sind künftig verboten. Gefragt sind jetzt konkrete und überprüfbare Angaben.
Dazu passt die neue Kennzeichnung „CO₂-Daten verfügbar“ von natureOffice, die wir ab sofort anbieten. Statt einem Druckprodukt einen Klimastatus zuzuschreiben, führt sie zu den berechneten CO₂-Emissionen. natureOffice trennt künftig CO₂-Bilanz und freiwilligen Klimabeitrag voneinander. Ein Klimabeitrag ist weiterhin möglich, wird aber separat ausgewiesen. Über einen QR-Code lassen sich die Daten zum jeweiligen Druckauftrag sowie Informationen zu Methodik, Systemgrenzen und Datengrundlage einsehen.
Wie das in der Praxis aussieht
Einer der ersten Kunden, der die neue Kennzeichnung nutzt, ist EinDollarBrille e. V. Der Verein ermöglicht Menschen im globalen Süden Zugang zu augenoptischer Grundversorgung – dazu gehört auch die namensgebende Brille, deren Materialkosten bei etwa einem US-Dollar liegen.
Der bei uns gedruckte Jahresbericht 2025 jedenfalls trägt nicht nur das neue CO₂-Kennzeichen, sondern auch den Blauen Engel. So ergänzen sich die Informationen: Der Blaue Engel weist die Einhaltung definierter Umweltkriterien nach, die natureOffice-Kennzeichnung macht die CO₂-Daten des konkreten Druckauftrags nachvollziehbar.
Mehr Transparenz geht auch bei Brillen nicht!
Die CO₂-Daten Ihres Druckprodukts können sich sehen lassen? Dann zeigen Sie sie doch. Wir organisieren das gern für Sie! lokay@dog-darmstadt.de
Pfandtastisch: D.O.G. Label für den Druck des deutschen Pfandlogos zertifiziert
Unsere Schwester D.O.G. Label darf ab sofort das DPG-Pfandlogo auf Etiketten drucken. Damit erweitern wir unser Angebot für Getränkehersteller um die zertifizierte Pfandkennzeichnung von Einweg-Getränkeverpackungen.
Eine Druckfarbe mit strengen Sicherheitsauflagen? Die nach Gebrauch weggeschlossen werden muss? Vielleicht denken Sie jetzt spontan an den Druck von Banknoten – aber in diesem Fall geht es um die Farbe für das DPG-Pfandlogo auf Einweg-Getränkeverpackungen. Nur zertifizierte Betriebe dürfen die Spezialfarbe verarbeiten. D.O.G. Label gehört jetzt dazu.
Damit pfandpflichtige Verpackungen bei der Rückgabe zuverlässig erkannt und dem Pfandsystem zugeordnet werden können, gelten für Druck und Druckerei strenge Vorgaben: Neben der sicheren Verwahrung der Spezialfarbe wird die Druckqualität mit einem speziellen Prüfgerät kontrolliert und Farbmengen und Makulatur müssen genau dokumentiert werden. Das wird mit regelmäßigen Audits überprüft.
Ein kleines Zeichen für einen großen Kreislauf
Mit dem Druck des Pfandlogos unterstützt D.O.G. Label nun ein System, das die Rückgabe von Einweg-Getränkeverpackungen organisiert und ihre Materialien dem Recycling zuführt. Für unsere Kunden bedeutet die neue Zertifizierung: Die vorgeschriebene Pfandkennzeichnung kann direkt beim Etikettendruck umgesetzt werden.
Auch für Österreich
D.O.G. Label darf außerdem das österreichische Pfandlogo drucken. Neu hinzugekommen sind sogenannte Nachlabels oder Überkleber-Etiketten für Produkte, die beispielsweise für den deutschen Markt produziert wurden und zusätzlich in Österreich verkauft werden sollen. Damit lässt sich die dort erforderliche Pfandkennzeichnung nachträglich ergänzen.
10. Internationaler Cradle to Cradle Congress in Berlin
Am 17. & 18. September traf sich die Cradle-to-Cradle-Community zum 10. Internationalen C2C Congress in Berlin. Mit dabei waren André Gaß und Ralf Lokay – letzterer in diesem Jahr auch als Speaker.
Neues C2C-Packaging-Siegel für Verpackungen
D.O.G.-Geschäftsführer André Gaß ist begeistert: "Die Cradle to Cradle Community ist eine tolle Gemeinschaft mit viel Energie. Man spürt, dass tatsächlich etwas verändert werden soll."
Die Eindrücke vom Congress haben seine Pläne, das Konzept in die Unternehmensgruppe auszuweiten, gefestigt: "Die Lokay Umweltdruckerei war die erste deutsche Druckerei, die Druckprodukte mit Cradle to Cradle Certified® Standards anbieten konnte. Von der jahrelangen Erfahrung kann die gesamte Unternehmensgruppe profitieren. Wir möchten auch andere Produkte für den Kreislauf optimiert entwickeln - unter anderem Faltschachteln. Ziel ist es, bald Verpackungen mit dem Cradle to Cradle Certified®-Siegel für Packaging anbieten zu können."
Das Cradle to Cradle Products Innovation Institut bietet nicht nur eine Zertifizierung für Broschüren und Bücher an - es gibt auch ein spezifisches "Packaging"-Siegel, mit dem kreislauffähige Verpackungen ausgezeichnet werden können. Aktuell ist dieses Siegel noch in Überarbeitung und soll in Kürze verfügbar sein. Parallel macht das D.O.G.-Team seine Hausaufgaben, damit Verpackungen mit dem neuen Siegel angeboten werden können. Verschiedene Materialien werden bereits getestet.
„Von Tinte bis Klopapier: C2C in Druck, Verpackung und Hygiene“
Unter diesem Titel diskutierte Ralf Lokay auf dem Podium mit Vertreter*innen der Lebensmittel- und Hygieneindustrie darüber, was echte Zirkularität in der Praxis voraussetzt. Welche chemische Zusammensetzung braucht es bei den Materialien? Und welche neuen wirtschaftlichen Möglichkeiten können C2C-Standards in Druck und Verpackung eröffnen? Ralf brachte dabei seine Erfahrungen aus der C2C-Druckpraxis von D.O.G. ein.
Eine bessere Welt ist möglich
Sein persönliches Highlight war ein Vortrag mit dem Titel "Eine bessere Welt ist möglich: C2C im Anthropozän" von Philosoph Michael Schmidt-Salomon.
"Durch den hohen Verbrauch natürlicher Ressourcen und damit verbundenen Abhängigkeiten wird es in Zukunft umso wichtiger, dass unsere Produkte so gestaltet sind, dass sie kreislauffähig bleiben und Materialien weiter genutzt werden können.", fasst er zusammen. "Ziel muss nicht sein, den Einfluss des Menschen auf das Erdsystem zu reduzieren, sondern ihn positiv zu gestalten".
Smells like Team Spirit: D.O.G. beim 10-Freunde-Triathlon
380 Meter Schwimmen, 18 Kilometer Radfahren und 4,2 Kilometer Laufen: Unser Team „Smells like Team Spirit“ hat sich auch dieses Jahr wieder der Herausforderung des 10-Freunde-Triathlons gestellt. Diesmal sogar in selbst bedruckten D.O.G.-Trikots.
Hergestellt sind sie zu 100 Prozent aus gebrauchten PET-Flaschen (laut Hersteller Neutral stecken in einem Shirt der Größe L umgerechnet 16 Flaschen). Unser Triathlon-Logo ist eine D.O.G.-Eigenkreation – inspiriert vom Design der Olympischen Spiele 1996. Nicht ganz zufällig: 1996 ist auch das Gründungsjahr von D.O.G. und damit der Ausgangspunkt für 30 Jahre Teamgeschichte.
Dieses Jahr haben wir es das erste Mal in die Teamwertung geschafft und direkt Platz 57 von 67 in der Kategorie "Inselgötter" (für sportlich Ambitionierte) belegt. Das macht uns natürlich stolz, auch wenn die Platzierung nebensächlich ist. Im Vordergrund steht: Gemeinsam antreten – gemeinsam durchhalten – gemeinsam Spaß haben!
Verlosung
Hinweise und Teilnahmebedingungen:
- Veranstalter der Aktion ist die D.O.G. Lokay GmbH & Co KG.
- Die Teilnahme ist kostenfrei.
- Die Teilnahme an den Verlosungen ist bis 04.10.2026, 23:59 Uhr möglich.
- Die Gewinner:innen werden im Anschluss ausgelost und per E-Mail benachrichtigt.
- Personenbezogene Daten werden gespeichert und verwendet, um die Teilnehmenden über den Ausgang des Gewinnspiels zu informieren. Ferner gilt unsere Datenschutzerklärung: https://www.lokay.de/datenschutz.html
- Durch die Teilnahme per E-Mail akzeptieren Sie die Teilnahmebedingungen
Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird teilweise lediglich die weibliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat allein redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.
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