"Grünes Blatt"
Der nachhaltige Newsletter von Lokay
Februar 2026
Liebe Leserinnen und Leser des Grünen Blatts,
wie fühlt sich Ihr Arbeitstag an: Wie sanftes Dahingleiten auf ruhiger See? Oder eher wie ein wilder Ritt durch eine Geröll-Landschaft? Für die allermeisten von uns sieht es so aus: Parallel zu den Aufgaben des Tages muss man alle Kanäle der Firma im Blick haben, interne wie externe. Ping - stört eine Email, Ping – gleich noch eine. Da ist man zwar nur im CC, lesen muss man sie trotzdem. „Hast du kurz ein Ohr?“, kommt der Kollege ins Büro. „Wir haben da eine Frage“ ruft die Kollegin aus dem Telefonhörer. Alle 4 Minuten werden wir durchschnittlich unterbrochen. Und gehen abends viel zu oft mit müdem Kopf nach Hause. Und mit Frust im Bauch, weil wir das, was wir am Morgen so tatkräftig angefangen hatten, nicht zu Ende bringen konnten.
Bei der D.O.G. Lokay Umweltdruckerei in Reinheim lief gerade ein Buch durch die Druckmaschinen, das Abhilfe verspricht. Die Wirtschaftspsychologin Vera Starker erklärt in „Stop Bullshit Work“, wie Unternehmen ihren Mitarbeitenden zu mehr Fokus und Produktivität verhelfen können. Wir haben Frau Starker für ein Interview gewonnen und verlosen drei druckfrische Exemplare ihres neuen Buches. Mehr dazu im Newsletter.
Die Sendung mit dem ... Ralf
Was bei der D.O.G. in Darmstadt regelmäßig durch die Druckmaschinen läuft, sind Beipackzettel. Falls Sie schon immer mal wissen wollten, wie diese Origami-Miniaturen gefaltet werden – und vor allem, wie man die kilometerlangen Schriftrollen nach dem Lesen wieder ordentlich in die Medikamentenschachtel bekommt: Armin von der „Sendung mit der Maus“ erklärt es Ihnen in 5 Minuten.
Und da es hier bei der D.O.G.-Gruppe noch so viel mehr Wissenswertes gibt, mache ich Ihnen höchstpersönlich den Erklärbär – mit einem extra für Sie gedrehten Video à la WDR-Maus:
- Was ist eigentlich so besonders an einer Sonderfarbe?
- Wie kommt die Prägung ins Papier?
- Wie kann ein Buch leuchten, duften oder sogar im Dunkeln sichtbar sein?
Oder was möchten Sie wissen? Schreiben Sie mir an lokay(at)dog-darmstadt.de
Ihr Wunschvideo sehen Sie dann im nächsten Newsletter.
Für heute aber heißt es: Aus die Maus!
Ihr Ralf Lokay
„Stop Bullshit Work“: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
Viele gehen nach einem vollen Arbeitstag nach Hause – und haben trotzdem das Gefühl, nichts wirklich geschafft zu haben. Dieses Gefühl begegnet Vera Starker in ihrer Forschung immer wieder. In unserem Interview erklärt die Wirtschaftspsychologin, Beraterin und Bestseller-Autorin, warum fokussiertes Arbeiten kein individuelles Zeitmanagement-Problem ist, sondern eine Organisationsaufgabe.
Frau Starker, in der politischen Debatte wird Arbeitszeit gerade wieder sehr stark mit Leistung gleichgesetzt, etwa beim Schlagwort „Lifestyle-Teilzeit“. Ist die Regulierung von Teilzeit wirklich der Schlüssel zu mehr Produktivität?
Nein, aus meiner Sicht gibt es viel wirksamere Hebel, um Arbeit produktiver zu machen. 43,6 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts entstehen in wissensintensiven Dienstleistungen. Das zentrale Produktionsmittel ist also unser Gehirn. Unsere Studie „Kosten von Arbeitsunterbrechungen für deutsche Unternehmen“ aus 2022 zeigt: In Sachbearbeitung und Wissensarbeit gehen allein durch Unterbrechungen rund vier Arbeitstage pro Monat und Beschäftigtem verloren. Gleichzeitig sind Unterbrechungen und Multitasking starke Stressoren und tragen zu steigenden Arbeitsunfähigkeitsquoten bei – mit entsprechenden Folgekosten.
Der Schaden einer veralteten Arbeitsorganisation für die deutsche Wirtschaft liegt bei eindrucksvollen 114 Milliarden Euro pro Jahr, haben Sie errechnet. Gibt es auch vorbildliche Unternehmen, die nicht zu dieser Last beitragen?
Aktuell gibt es rund 20 Unternehmen, die konsequent neuroergonomisches, also gehirngerechtes Arbeiten eingeführt haben. Ähnlich wie in den 70er-Jahren die Arbeitsplatzergonomie eine Antwort auf körperliche Belastungen war, braucht es heute Antworten auf kognitive Überlastung. Wir erbringen einen Großteil des Tages vor dem Rechner. Und in Meetings arbeiten zwei Drittel der Mitarbeitenden laut „Microsoft Trend Index“ parallel sogar noch an anderen Dingen, weil sie ihre Arbeit ansonsten gar nicht schaffen können. Das ist kein gutes Multitasking. Und es gibt Prognosen, dass sich allein das E-Mail-Aufkommen in den nächsten fünf Jahren verdoppelt.
Wie genau sieht das neuroergonomische Arbeiten bei diesen 20 Firmen aus?
Sie haben unter anderem tägliche Fokuszeiten eingeführt, in denen konzentriertes Arbeiten ohne Unterbrechungen möglich ist. Während dieser Zeit gibt es nur einen Kanal für dringende Anliegen von Kunden. Das steigert die Produktivität und senkt den Stress deutlich. Das wiederum erhöht Selbstwirksamkeitserleben und Zufriedenheit – weil Arbeit produktiver erlebt wird. Eine Stunde konzentriertes Arbeiten kann man abends noch im Cortisol-Spiegel messen.
Viele Menschen wissen, dass Meetings und Unterbrechungen sie unproduktiv machen – erleben sie aber dennoch als beinahe schicksalhaft. Wie kommt man raus aus dieser Falle? Was wäre ein erster Schritt mit spürbarer Wirkung?
Neuroergonomisches Arbeiten lässt sich nicht mit einzelnen Regeln oder Maßnahmen einführen. Unternehmen müssen sich von der Vorstellung lösen, dass ein paar Meeting- oder Kommunikationsregeln aus dem Hamsterrad führen. Meine persönliche Arbeitsdystopie: Vor lauter „Bullshit-Work“, wie der Beantwortung irrelevanter Kommunikation und unnötigen Meetings, kommen die Menschen nicht mehr zum fokussierten Denken – und lagern das dann an KI aus.
Okay, also kein Quick Win. Was empfehlen Sie?
Die Alternative ist eine bewusste Anpassung an die Aufmerksamkeitsökonomie: fokussierte Arbeitsorganisation, unterstützt durch KI. Das schafft echte Produktivität. Daraus entsteht sogar mehr Freizeit. Und auch die Unternehmen profitieren, denn aus Sicht des Gehirns sind ausgeruhte und entspannte Menschen deutlich leistungsfähiger.
Vera Starker: „Stop Bullshit Work“
192 Seiten, 24 Euro
Blauer Engel-zertifizierter Druck (D.O.G. Lokay)
Erscheint am 23. Februar 2026 im Rossberg Verlag
Das Buch ist erhältlich über den Buchhandel und Online-Shops – und zu gewinnen bei uns!
Antworten Sie einfach direkt auf diesen Newsletter mit dem Betreff „Stop Bullshit Work“.
Einsendeschluss ist der 1. März. Mit etwas Glück gewinnen Sie eines von drei Exemplaren – und damit mehr Fokus und Durchblick!
Wundermaterial ReBoard – Papier kann auch Möbel
Fünf Messen in wenigen Monaten liegen hinter uns. Immer mit dabei: unsere Messemöbel aus Papier. Was sollen wir sagen – sie haben die „Tour de Fairs“ souverän überstanden.
Das Wundermaterial heißt ReBoard. Das ist ein Karton aus Recyclingpapier, dessen Bienenwaben-Struktur für enorme Stabilität bei sehr geringem Gewicht sorgt. Leicht zu transportieren, robust im Einsatz und ideal bedruckbar – wahlweise mit weißer oder naturbrauner Oberfläche.
Ob Möbel, Displays oder ganze Messestände: ReBoard verbindet Gestaltungsfreiheit mit Tragfähigkeit. Und weil es aus Recyclingpapier hergestellt wird, ist es eine interessante Alternative zu MDF, Kunststoff oder Verbundplatten – besonders bei temporären Konstruktionen oder Projekten mit ökologischem Anspruch.
Unsere Wiener Kollegin Anna-Carin Speneder-Magnet im Podcast
Premiere: Als erste Frau ist Anna-Carin Speneder-Magnet zu Gast bei „Harrys und Gernots Packstube“, dem Verpackungs-Podcast von Pack & Log und KOMPACK.
Gemeinsam mit Gernot Rath und Harald Eckert lüftet sie Geheimnisse der Verpackungsindustrie. Sie erklärt zum Beispiel, welche Rolle Recyclingpapier im Etikettenbereich spielt, und warum es extra-super für’s Recycling ist, dass unsere D.O.G.-Gruppe alles aus einer Hand anbietet. Spoiler: Wir sehen Verpackungen als gemeinsames Projekt!
Mit dabei: Schnitzel, Falafel und Honigbienen. Reinhören lohnt sich also.
Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird teilweise lediglich die weibliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat allein redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.
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