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Nicht mit uns: Verstecktes Einweg-Plastik in Drucksachen

Diesen Newsletter widmen wir in weiten Teilen dem Plastik. Genauer gesagt dem Einwegplastik. Dass das ein Umweltproblem von gigantischem (und weiter anwachsendem) Ausmaß ist, hat sich inzwischen herumgesprochen. Auch unter Politikern. Die EU plant inzwischen ein Verbot für Produkte aus Einwegplastik. Das ist die gute Nachricht.

Die schlechte: Rechnen Sie mit diesem Verbot nicht vor 2030!

Das ist ein dermaßen lahmes Tempo, dass einige Länder freiwillig auf die Überholspur ausscheren. Die Schotten säubern sich ihre Ohren längst nicht mehr mit Kunststoffwattestäbchen, und noch in diesem Jahr werden auch Plastikstrohhalme verboten. Frankreich folgt 2019. Sogar große Wirtschaftsunternehmen geben freiwillig beim Umweltschutz Gas und treten beim Plastik auf die Bremse: Starbucks, Disney und McDonalds wollen ab 2020 weitgehend auf Plastikhalme verzichten. Rewe und Lidl sind hierzulande Vorreiter. Nächstes Jahr verschwindet Einwegplastik aus ihrem Sortiment (Bravo!).

Konventionelle Druckereien produzieren Plastik-Sondermüll

Hier ist also Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Ganz anders sieht es in unserer Branche, der Druckbranche, aus. Still und heimlich werden viele Druckereien zu Herstellern von Einwegplastikprodukten! Papier, das mit UV LED-Farbe bedruckt wird, verwandelt sich sofort in Sondermüll.

Wie das passieren kann? In die Druckfarbe werden Partikel zugegeben, sogenannte Fotoinitiatoren, die dafür sorgen, dass die Farbe unter UV-Licht blitzschnell härtet (Polymerisation). Die Farbe wird quasi zu Plastik!

Kunden, die die Umwelt schonen wollen, werden getäuscht

Druckereien weltweit verkaufen das ihren ahnungslosen Kunden trotzdem als nachhaltige Drucktechnik, weil LED UV-Druck angeblich weniger Energie verbrauche. Das ist Augenwischerei! Man vergleicht hier irreführenderweise mit dem konventionellen UV-Druck, der noch mehr zusätzliche Energie erfordert. Verantwortungsbewusste Kunden, die umweltfreundlich drucken möchten, können also trotz allerbester Absichten FSC- oder Recyclingpapier mittels Plastikfarbe in schädlichen Müll verwandeln – das Gegenteil dessen, was sie eigentlich wollten.

Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, dass Ihr Druckprodukt wirklich umweltschonend produziert wird, verweigern Sie UV LED-Druck. Oder wenden sich gleich an eine zertifizierte Umweltdruckerei. Wir von der Umweltdruckerei Lokay und unsere Ökodruck-Kollegen verwenden ausschließlich mineralöl- und plastikfreie Druckfarbe auf Basis nachwachsender Rohstoffe.

Ihr Ralf Lokay

PS: Wenn Sie Fragen zu LED UV-Druck oder zu umweltfreundlichem Druck haben, können Sie mich gerne ansprechen unter lokay(at)lokay.de

Pernod Ricard gibt Umweltfreunden Zucker

 

 

Wir durften gerade einen umweltfreundlichen Sample-Folder für Pernod Ricard produzieren. Der Marktführer* für alkoholische Getränke hat darin essbare Strohhalme aus Zucker verpackt. Strohhalme aus Zucker? Wir wurden neugierig. Wie brauchbar sind diese Halme – und was steckt hinter dieser Aktion? Nicole Lichius, ihres Zeichens Head of Communications & CSR des Unternehmens, klärt uns auf.

Frau Lichius, zunächst unsere drängendste Frage: Lösen sich Strohhalme aus Zucker nicht auf, wenn man nicht schnell genug trinkt?

Die Zuckeralternativen sind vielleicht nicht so langlebig wie ihre Plastikkollegen, aber dafür belasten sie auch nicht die Umwelt für hunderte von Jahren. Unsere Kernbotschaft lautet aber, am besten komplett auf Plastikstrohhalme und -stirrer (Rührstäbchen) zu verzichten. Wir wollten unseren Kunden eine Alternative und etwas zum Ausprobieren mit an die Hand geben. Wir finden, es ist ein sympathischer Denkanstoß, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Denn die große Frage ist doch: Braucht man wirklich für jeden Drink einen Strohhalm?

Noch eine Verständnisfrage. Pernod Ricard verzichtet seit diesem Jahr auf Plastikstrohhalme. Wo kommen bei einem Getränkehersteller denn Strohalme zum Einsatz?

Bei uns spielen neben unseren Produkten natürlich die einzelnen Drinks eine Hauptrolle. Diese können auf unseren eigenen Events, vor allem aber in der Gastronomie genossen werden.

Wir möchten hier sensibilisieren und die Gewohnheiten verändern. Dafür testen wir gerade verschiedenste Optionen. Von den Zuckerstrohhalmen, bis hin zu Varianten aus Papier, Bambus, Stroh, getrocknetem Fruchtpüree, ja sogar die altbekannte Maccaroni als Strohhalmersatz ist dabei.

Mit der Aktion nutzen Sie Ihren Einfluss auf Ihre Kunden. Was erhoffen Sie sich davon?

Wir haben unseren jährlichen Responsib‘ALL Day dazu genutzt, um mit vereinten Kräften auf das Thema aufmerksam zu machen. Unser Außendient hat proaktiv Folder und Probierpakete bei ihren Gastronomie-Kunden verteilt und zu dem Thema aufgeklärt. Wir erhoffen uns eine Art Schneeballeffekt. Je mehr Köpfe sich des Themas annehmen, umso besser werden die Zukunftsprognosen. Es ist toll zu beobachten, dass dieses Thema immer weiter Gehör findet und die ganze Belastung unserer Umwelt durch Plastikmüll hinterfragt und kritisch diskutiert wird. Für uns ist diese Maßnahme ein logischer Schritt von vielen gewesen. Ab Oktober werden beispielsweise auch unsere Displays plastikfrei und FSC zertifiziert.

Beantworten Sie uns doch als Expertin bitte auch noch die „große Frage“: Braucht man wirklich für jeden Drink einen Strohhalm?

Naja, Genuss ist eine sehr individuelle Auslegungssache und somit natürlich für jeden unterschiedlich. Oft ist der Strohhalm unnötig. Allerdings gibt es schon Drinks wie beispielsweise den Mojito, der dankbar für eine Umrührmöglichkeit ist. Außerdem gibt es spezielle Trinkgefäße wie unsere Jars von Absolut Vodka. Die haben einen Deckel und benötigen einen Strohhalm. Hier setzen wir allerdings schon seit längerem auf die Papiervarianten. Die Jars kommen bevorzugt auf Festivals oder anderen Events zum Einsatz und bieten Schutz und Trinkkomfort, ohne dass man den halben Drink verschüttet.

*in Deutschland

Lokays Top 3 der plastikfreien Druckveredlungen

Veredelungen machen ein Druckprodukt nicht einfach nur edler, sie sind es oft auch, die ein gewöhnliches Werk in ein außergewöhnliches verwandeln.

Jetzt kommt das Aber:

Die meisten Lacke und Folien sind nicht besonders umweltfreundlich. Vor allem UV- und Relieflacke wirken auf Basis von Polymeren. Also im Prinzip Plastik. Das kann die Rezyklierbarkeit des Druckproduktes – und damit seine Umweltfreundlichkeit – einschränken. Manche Lacke sind gerade noch okay, andere ein Umwelt NO-GO. Unsere Druckberater helfen Ihnen dabei, Ihre Drucksache bestmöglich auch im Hinblick auf die Umwelt zu produzieren.

Es gibt aber auch wunderschöne Alternativen zu Plastikbeschichtungen, die Umwelt und Kunden gleichermaßen begeistern.

Hier unsere Top 3 der umweltfreundlichen Veredelungen:

1. Blindprägung
Sorgt für aufregende Haptik und Optik. Der Papierbogen wird an den gewünschten Stellen (z.B.) Logo, Schrift oder Produktfoto) rein physikalisch und ohne gleichzeitigen Materialauftrag, also ohne Farbe, Folie oder Lack verformt. Tipp: Ohne farbliche Hinterlegung kommt die Prägung sogar besonders gut zur Geltung!

2. Drip-off-Lack
Drip-Off ist ein zweistufiges Verfahren. Ein Offsetdruckwerk enthält die Lackform mit einem speziellen Mattlack. In einem zweiten Druckgang wird hochglänzender Dispersionslack aufgetragen, der an den matt lackierten Stellen abgestoßen wird. Das ergibt einen spannenden Kontrast zwischen Matt und Glanz. Tipp: Dieses Verfahren ist besonders kostengünstig.

3. Stanzung
Auch das Stanzen ist (wie die Prägung) ein rein mechanischer Vorgang und damit sehr umweltfreundlich. Mit einer Stanzung kann man verschiedene Ebenen, Durchblicke und Einblicke schaffen, die mit der Neugier des Kunden spielen. Tipp: Für besonders filigrane Aussparungen eignet sich die Stanzung mittels Laser. Die Hitze des Lasers sorgt allerdings für einen feinen „Schmauchrand“, den man mit dem richtigen Material oder Farbe aber gut unsichtbar machen kann.

Wir sind nicht nur Experten für umweltfreundlichen Druck, sondern auch für umweltfreundliche Druckveredelung. Gemeinsam finden wir die passende Veredelung für Ihr Papierprodukt.

Glashalme – und das Ur-Hugo-Rezept

Waren Sie diesen Sommer auch im Strandurlaub? Wir hoffen, dass Sie Sonne, Sand und Meer genossen haben. Ist aber nicht unwahrscheinlich, dass Ihr Urlaubsspaß durch Plastikmüll im Wasser und am Strand etwas getrübt wurde. Inzwischen sieht man beim Schnorcheln mehr Flaschen als Fische.

Die Top 3 unter den Strandabfällen sind: Plastikflasche, Plastiktüten und Strohhalme aus Plastik. Hätten Sie geahnt, dass allein an Plastikstrohhalmen täglich (!) zwischen 3 und 6 Milliarden Stück weggeworfen werden. Nachdem sie durchschnittlich nur 15 Minuten lang benutzt wurden. Zum Vergleich: Plastik braucht mehrere hundert Jahre, um sich zu zersetzen – in kleinere, kaum sichtbare Plastik-Teilchen. That sucks!

Ein junges deutsches Start-up will mit seinen stabilen Strohhalmen aus Spezialglas eine Alternative bieten. Ihr „Halm“ ist hygienisch, ohne Weichmacher, Blei oder ähnliche Schadstoffe, wie sie in Wegwerf-Strohhalmen vorkommen können. Die Reinigung ist denkbar einfach:
Halm nimmt ein Bad in der Spülmaschine. Die Idee zu Halm kam den Unternehmern übrigens an einem Strand.

Erfrischende Belohnung

Nachdem Sie sich durch so viel Wissenswertes zum Thema Einwegplastik gearbeitet haben, bekommen Sie hier jetzt die versprochene Belohnung. Das wahre Rezept für den Sommerdrink „Hugo“:

Hugo (Originalversion)

Sie sind clever und haben, wenn Sie es nicht schon längst wussten, spätestens an der Überschrift erkannt, dass Hugo, unser aller Lieblings-Sommergetränk der letzten Zillion Jahre, eigentlich gar kein Hugo ist. Wem das omnipräsente Aroma von Holunderblüten zu den Ohren raus kommt, der sollte das wahre, das ursprüngliche, das echte Hugo-Rezept probieren. Es stammt von einem Herrn namens Roland Gruber aus Südtirol, hätte beinahe Otto geheißen, und gibt der frischen, unaufdringlichen Zitronenmelisse den Vorzug. Besonders fein mit einem ausdrucksstarken Weißwein.

Wir Odenwälder empfehlen an dieser Stelle natürlich unbedingt einen unserer wunderbaren Rieslingweine.

15 cl trockener Weißwein (Prosecco geht auch)
2 cl Zitronenmelisse-Sirup
3-4 cl Soda
1-2 Minzezweige

Zubereitung: Die Zutaten in einem Weinglas auf reichlich Eiswürfeln rühren, nicht schütteln, mit einer Zitronenspalte garnieren und mit neuem Halm genießen.

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